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Entity Resolution 2. Februar 2026 · 2 Min. Lesezeit

Sind Georgias Wählerdaten sauber? Wir haben nachgerechnet.

Steven Renwick
Steven Renwick
CEO, Tilores
Sind Georgias Wählerdaten sauber? Wir haben nachgerechnet.

Nachdem das FBI kürzlich die Wahlbehörde von Georgia durchsucht hat, hielten wir es für sinnvoll, unsere Analyse doppelter Wählerdaten in diesem Bundesstaat noch einmal hervorzuholen, die wir 2024 veröffentlicht haben. 2020 verlor Donald Trump die Präsidentschaftswahl in Georgia gegen Joe Biden mit dem hauchdünnen Abstand von gut 12.000 Stimmen, was mehrere Nachprüfungen der Stimmen erzwang.

(Hinweis: Die FBI-Razzia bezieht sich auf Wahldaten der Präsidentschaftswahl 2020; unsere Analyse wurde 2024 veröffentlicht und beruht auf Wählerregisterdaten von 2023.)

Um gleich zum Punkt zu kommen: Unsere Analyse der Wählerregisterdaten Georgias ergab für den Bundesstaat eine ausgesprochen „normale” Doppelregistrierungsquote von 0,73 % – leicht unter dem Gesamtdurchschnitt von 0,8 %, den wir über 7 US-Bundesstaaten hinweg ermittelt haben (AR, FL, GA, MI, NC, OH, PA).

Die Quote schwankte von County zu County, mit einem etwas höheren Duplikatanteil bei demokratisch registrierten Wählern als bei republikanischen (0,58 % vs. 0,43 %, wobei nur parteigebundene Duplikate gezählt wurden).

Zu beachten ist: Georgia stellt keine Daten darüber bereit, ob Personen tatsächlich gewählt haben. Wir konnten daher nicht nach möglichem Betrug durch doppelte Stimmabgabe suchen.

Wichtig ist zudem, dass der Bundesstaat Georgia Mitglied des Electronic Registration Information Center (ERIC) ist. ERIC setzt fortschrittliche Entity-Resolution-Technologie ein, um 1) mögliche Doppelregistrierungen von Wählern zu finden, 2) Betrug durch doppelte Stimmabgabe zu erkennen und 3) potenzielle, aber noch nicht registrierte Wähler zu identifizieren und so die Wahlbeteiligung zu erhöhen.

Georgier und ihre Landsleute können daher darauf vertrauen, dass zumindest mit Blick auf die Wählerregister und mögliche Doppelabstimmungen betrügerische Aktivitäten äußerst unwahrscheinlich sind.

Georgia ist beim Thema Wählerregisterdaten besonders interessant. 2018 versuchte der Bundesstaat, eine „Exact Match”-Regelung einzuführen: Die Wählerregistrierung einer Person musste exakt mit ihren Führerschein- oder Sozialversicherungsdaten übereinstimmen. Jede noch so kleine Abweichung hätte dazu geführt, dass das Wahlrecht bis zur Korrektur auf „ausstehend” gesetzt worden wäre.

2018 gab es in Georgia 51.000 solcher ausstehenden Wählerprofile, und die Mehrheit davon betraf Afroamerikaner, Latinos und Asiatisch-Amerikaner. Das legt nahe, dass Minderheiten schlicht deshalb von den Wählerlisten flogen, weil sie ungewöhnliche Namen tragen, die häufig falsch geschrieben werden.

Ohne eine Entity-Resolution-Technologie, die das „Fuzzy Matching” zwischen nicht identischen Duplikaten beherrscht, ist exaktes Matching vielleicht die einzige Option – doch es berücksichtigt nicht, wie Daten in der Realität aussehen.

Wäre es zum Beispiel fair, wenn José Rodríguez nicht wählen dürfte, weil auf seinem Führerschein wegen eines alten Schreibfehlers Jose Rodrigues steht? Solange seine übrigen Daten übereinstimmen (Geburtsdatum, Adresse und so weiter), ist für jeden Menschen offensichtlich, dass Jose und José dieselbe Person sind. Entity Resolution sorgt dafür, dass Computer das ebenfalls automatisch erkennen.

Zur Stimmabgabe vor Ort oder zu den Wahlmaschinen in Georgia können wir uns natürlich nicht äußern. Aber wir können zumindest sicher sein, dass die Wählerregisterdaten so sauber sind, wie sie nur sein können.

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